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09.09.2023

Tramhafte Aussichten für Moabit

Nach rund 60 Jahren Pause rollt die Straßenbahn wieder durch Moabit. Am heutigen Samstag, den 9. September, gaben die Senatorinnen Franziska Giffey und Manja Schreiner sowie BVG-Betriebsvorstand Dr. Rolf Erfurt grünes Licht für die Jungfernfahrt auf dem neuen Abschnitt der Linie M10. Die Direktverbindung zwischen Hauptbahnhof und U-Bahnhof Turmstraße ist 2,2 Kilometer lang und größtenteils auf klimafreundlichen und geräuschärmeren Rasengleisen angelegt. Über 10.000 Menschen werden die neue Strecke laut Prognose täglich nutzen. Insgesamt profitieren auf dieser Relation nun jeden Tag rund 16.000 Fahrgäste von den Angeboten der BVG. Dr. Rolf Erfurt, Manja Schreiner und Franziska Giffey bei der Übergabe der Genehmigung zur Aufnahme des Betriebs. Foto: BVG/Andreas Süß Manja Schreiner, Senatorin für Mobilität, Verkehr, Klimaschutz und Umwelt: „Der Ausbau des ÖPNV für Berlin ist ein Thema, was mich, seit ich Senatorin bin, fast täglich beschäftigt. Umso mehr freut es mich, hier in Moabit diesen neuen Abschnitt der Straßenbahn M10 eröffnen zu können. Wir bieten hier den Menschen im Herzen der Stadt neue Anschlussmöglichkeiten und schaffen neue Verbindungen, die den Alltag tausender Berlinerinnen und Berliner vereinfachen werden. Wir gestalten die Weiterentwicklung der ÖV-Netze mit dem nötigen Weit-blick und bringen den Ausbau der Straßenbahn, der U- der S- und der Regionalbahn weiter voran.“ Franziska Giffey, Aufsichtsratsvorsitzende der BVG und Senatorin für Wirtschaft, Energie und Betriebe: „Berlin wächst und mehr Menschen sind auf einen attraktiven Öffentlichen Nahverkehr angewiesen. Deshalb ist auch die Verlängerung der M10 wichtig für unsere Stadt. Mit der Eröffnung des neuen Abschnitts und vier zusätzlichen, barrierefreien Haltestellen schafft die BVG eine neue Direktverbindung von Friedrichshain über den Hauptbahnhof bis nach Moabit und damit einen weiteren Baustein für die bessere Verbindung von Ost- und West-Berlin. Ich spreche mich klar für den weiteren Ausbau des ÖPNV in unserer Stadt und dafür aus, ein ganzheitliches Verkehrskonzept und einen Masterplan für die Expressmetropole Berlin zu entwickeln. Ein guter Öffentlicher Nahverkehr ist und bleibt ein wichtiger Faktor für die Attraktivität des Wirtschaftsstandortes Berlin und für die klimaneutrale Stadt.“ Dr. Rolf Erfurt, Vorstand Betrieb der BVG: „Die heutige Eröffnung der neuen Straßenbahnstrecke ist ein großartiges Ereignis. In gut zwei Jahren Bauzeit haben wir die Straßenbahn wieder ein Stück gen Wes-ten gebracht und damit einen weiteren Meilenstein im Ausbau der nachhaltigen Mobilität in Berlin erreicht. Wir bedanken uns bei allen Projektbeteiligten für die gute und intensive Zusammenarbeit, insbesondere während der Bauphase. Dies ist eine gute Basis für den weiteren Ausbau des Straßenbahnnetzes in Berlin.” Durch die Verlängerung der Linie M10 bietet die BVG ihren Fahrgästen eine neue umsteigefreie Ost-West-Verbindung an. Sie führt nun vom S- und U-Bahnhof Warschauer Straße, vorbei an der bisherigen Endhaltestelle am Berliner Hauptbahnhof, über die Invalidenstraße, Alt-Moabit und Rathenower Straße in die Turmstraße bis zum gleichnamigen U-Bahnhof auf Höhe der Heilandskirche. Auf dem Weg hält sie an den neuen Haltestellen Lesser-Ury-Weg, Alt-Moabit/Rathenower Straße, Kriminalgericht Moabit und Lübecker Straße. Vier Haltestelleninseln und eine Kap-Haltestelle, alle komplett barrierefrei und mit Blindenleitsystem sowie elektronischen Anzeigern ausgestattet, sind entlang der neuen Trasse entstanden. Da die M10 nun Teilstücke der dortigen Buslinien bedient, werden die Routen der Linien 187, 245 und N40 entsprechend angepasst. Die Investitionskosten für den Bau der neuen Strecke beliefen sich auf zirka 33 Millionen Euro. Während der insgesamt rund 70 Bauphasen wurden entlang der Strecke über 4000 Meter Gleise verlegt sowie Fahrbahnen mit Radverkehrsstreifen, Haltestellen, Fahrleitungsanlagen und ein Gleichrichterwerk gebaut. Rund zwei Jahre dauerte der Bau der neuen Strecke. Das Vorhaben „Straßenbahn-Neubaustrecke Turmstraße I“ (Projektlaufzeit: 02/2017 bis 12/2023) wird im Berliner Programm für Nachhaltige Entwicklung (BENE) gefördert aus Mitteln des Europäischen Fonds für Regionale Entwicklung und des Landes Berlin (Förderkennzeichen 1134-B4-T). Pressemitteilung als PDF