Die Geschichte des Berliner Omnibusverkehrs

Die Geschichte des Berliner Omnibusverkehrs

Bereits seit 1847 fahren in Berlin Linienbusse, zunächst die von Pferden gezogenen Wagen der „Concessionierten Berliner Omnibus-Compagnie“.

Pferdeomnibusse

Zunächst für fünf Linien bekam die Betreibergesellschaft den Zuschlag, wuchs aber rasch. 1864 waren bereits 36 Fuhrbetriebe am Pferdeomnibusverkehr beteiligt. Der Sommerfahrplan verzeichnete 39 Linien, auf denen 303 Wagen eingesetzt wurden. 1868 wurde die „Allgemeine Berliner Omnibus Aktien-Gesellschaft“ – die ABOAG – gegründet. Das Fahrgastaufkommen belief sich 1875 bereits auf 14 Millionen Fahrgäste im Jahr. Ab 1905 wurden die Pferdeomnibusse nach und nach durch Kraftomnibusse ersetzt.

Die bis Ende der 1920er-Jahren konkurrierenden Linienbetreiber wurden mit der Gründung der „Berliner Verkehrs-Aktien-Gesellschaft“ (BVG) zu Beginn des Jahres 1929 zusammengefasst.

Unterschiedliche Konzepte in Ost und West

Von 908 Bussen waren am Kriegsende 1945 nur noch 18 betriebsfähig und deren Einsatz war aufgrund von Kraftstoff- und Materialmangel stark beeinträchtigt. Erst 1950 stabilisierte sich der Berliner Busverkehr. Die Stadt war inzwischen geteilt. In beiden Stadthälften wurden unterschiedliche Prioritäten in der Verkehrspolitik gesetzt. In West-Berlin sprach sich der Senat gegen die Straßenbahn aus. In Ost-Berlin setzten die Verkehrsplaner dagegen auf den Ausbau des Straßenbahn-Netzes.

Deutsche Einheit 1990

Die beiden Busbetriebe der West-Berliner BVG und der Ost-Berliner BVB wurden mit dem Vollzug der Deutschen Einheit 1990 zusammengeführt. Zu dem Zeitpunkt gab es 153 Tages- und 44 Nachbuslinien. Heute liegt das gesamte jährliche Passagieraufkommen bei 350 Millionen Fahrgästen, und die BVG betreibt mehr als 1 300 Omnibusse.