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„Es darf keinen Stillstand geben“

08.01.2020

„Es darf keinen Stillstand geben“

Das Jahr 2019 war seins: „Professor T.“, „Heute-Show“ und „Sketch History“ im ZDF, „Polizeiruf Magdeburg“ in der ARD – Matthias Matschke war im Fernsehen allgegenwärtig. Und dann gab es ihn natürlich auch noch bei Amazon Prime Video im Stream in der vielfach prämierten Comedy-Serie „Pastewka“. Ab 7. Februar ist der 51-jährige Wahl-Berliner in der finalen Staffel von „Pastewka“ zu sehen. Vorher sprach PLUS mit dem gefragten Schauspieler über die Serie, aber auch die BVG, Berlin und seinen Beruf.

Du fährst leidenschaftlich gerne mit der BVG. 
Ich komme hier einfach überall hin, das ist phänomenal. Das kenne ich so nicht von Großstädten. Normalerweise ist das immer ein Abenteuer. Ob das nun U-Bahn ist oder Bus oder Straßenbahn – das ist einfach so gut vernetzt. Auch in abgelegeneren Ecken kommt man eigentlich immer gut weg. Das ist selbst in Hamburg oder München nicht so. Leider drehe ich zuhause in Berlin selten. Aber wenn ich hier drehe, dann lasse ich mich meistens nicht nach Hause fahren, sondern nehme unheimlich gerne die BVG. Das ist wunderbar, man taucht dann so ein in einen Pulk und denkt: Man ist auch nur ein Arbeitnehmer.

Geht das mit Deiner Prominenz noch entspannt?
Der große Vorteil an Berlin ist ja, dass man den Leuten ziemlich egal ist. Und dafür liebe ich die BVG auch. Ich kann hier ziemlich unbehelligt öffentlich fahren. Und wenn einer fragt, dann sind das meistens Touristen, während der Berliner sagt: „Schon wieder einer von den Vögeln.“ (lacht) Das ist ein sehr angenehmes Gefühl. Man kommt hier nicht in die Hybris rein, wenn man sie nicht vorsätzlich sucht, zu denken: Ich bin ja doll bekannt. Also ich werde schon erkannt. Aber meistens sind die Begegnungen sehr herzlich. Weil die Leute sich darüber freuen, was ich ihnen so anbiete als das, was ich Kunst nenne. Für mich ist auch Unterhaltung Kunst, sogar eine gesteigerte. Deshalb bin ich da eigentlich sehr zufrieden. Es gibt wenige Treffen, die ich bereue in der Öffentlichkeit.

Also fährst Du ohne Verkleidung, wie manche andere Künstler.
Für mich als absolutes Provinzkind war es die große Erlösung, in ein riesengroßes Becken zu springen, wo man mal so ein bisschen auf einer Welle hochschwappen kann, aber dann kann man sich auch wieder darin verlieren. Das ist für mich wunderbar.

Bevor Du 1992 nach Berlin gekommen bist, hast Du Pädagogik studiert. Warum wolltest Du Lehrer werden.
Weil ich gerne den bürgerlichen Spuren seiner Eltern folgen wollte. Und ich mich noch nicht traute zu sagen: Es könnte passieren, dass ich Schauspieler bin, liebe Eltern, und es ist nicht nur eine Phase. Eigentlich wollte ich den Weg gehen, den meine Eltern und Großeltern beschrieben haben. Ich glaube, ich wäre auch in diesem Beruf glücklich geworden. Aber es musste noch etwas anderes sein. Ich brauchte diesen Moment des Sich-Besinnens und auch sich in Stufen von zu Hause weg zu bewegen. Aus dem Provinziellen, auch dem provinziellen Denken. Als ich in Berlin ankam, dachte ich allerdings: „Es ist die schlimmste Stadt der Welt, ich will sofort hier wieder weg.“ Es hat dann anderthalb Jahre gedauert bis zu „Ich will hier nie wieder weg.

Wärst Du ein guter Lehrer geworden?
Das weiß ich nicht, weil die Herausforderungen sich so verändert haben. Ich selbst hatte sehr gute Lehrer, die gesagt haben: „Vergiss bitte sofort den Stoff und denke in Zusammenhängen und versuche die Welt zu begreifen.“ Dem wollte ich nacheifern. Ob ich das so gekonnt hätte, weiß ich nicht. Ich habe aber nach wie vor den größten Respekt, wenn Leute es wirklich schaffen, anderen Leuten etwas beizubringen, das ist etwas ganz Tolles.
 
Weshalb hast Du Dich als Fach für Religion entschieden?
Für uns war das ein Fach der Befreiung, seltsamerweise. Das war aber auch evangelische Religion. Katholische Religion wäre für mich nie und nimmer infrage gekommen, da hätte ich zu viel gehadert. Im Unterricht müsste man sagen: De facto kann ich euch nicht vermitteln, wie man glauben kann. Es ist nicht möglich. Man kann aber auch sagen: Das Menschsein ist unser Thema und eine mögliche Verbindung zu einer transzendenten Form. Und dass es keinen Glauben ohne Zweifeln gibt. Wenn dabei herauskommt, dass Gott nicht existiert, dann ist es so. Da heißt aber dennoch, dass man sich damit auseinandersetzen kann. Die Frage wird sich auch der größte Atheist stellen, und sie ist nicht allein durch Philosophie, Psychologie oder Soziologie zu klären. Mein damaliger Religionslehrer war so offen, dass ich dachte, das ist das Fach, in dem man vielleicht den anderen Fächern etwas entgegensetzen kann. Ich habe mich dadurch immer befreit gefühlt. Und das wollte ich gerne vermitteln.
 
Ab wann hast Du Dich mit Schauspielerei beschäftigt?
In meiner Schule spielte man einfach in der Theatergruppe. Das musste so sein. Da deutete sich schon an, dass mir das viel Spaß macht und dass es nicht nur Pausenhof-Lustigkeit war, sondern ich auf der Bühne bei Leuten etwas hervorrief. Aber in meinem System war das gar nicht drin, dass so ein Typ wie ich das auch beruflich machen könnte. Ich wusste, dass es Schauspieler gibt. Und Komiker. Aber das war einfach nicht in meinem Umfeld.
 
Wie war Berlin 1992?
Es war in Berlin eine eher erregte Stimmung. Aber es war auch so etwas von: Oh ne, nicht schon wieder, jetzt muss ich mich schon wieder neu erfinden. Die West-Berliner waren ein bisschen überrumpelt, sie mussten sich plötzlich aufraffen aus ihrer leichten Gemütlichkeit, die sich eingeschlichen hatte. Und der Osten war praktisch perspektivenlos hoffnungsvoll. Weil man ja gar nicht wusste, in welche Richtung das gehen könnte. Man musste seine Vergangenheit loswerden, ohne sie zu negieren. Und man wollte sich dem Neuen öffnen, ohne seine Identität zu negieren. Wenn man so eine Provinzgurke ist, dann kommt man dahin und es ist alles zu schnell, zu laut. Wenn man mit dem Bus fuhr vom Café Kranzler zu den Proberäumen der HDK, heute UDK, da hatte drinnen jeder eine Meinung und sagte die auch offen. Man dachte sich „Einfach mal nichts sagen, wie das wohl wäre.“ (lacht). Aber jeder wusste irgendwie Bescheid. Aber am meisten noch, wenn er nicht Bescheid wusste. Kann man ja trotzdem wat sagen, wa? Und das konnte ich nicht fassen. Bis ich dann selbst anfing, auch so klugzuscheißen (lacht). Aber das hat sich so ein bisschen verflüchtigt heutzutage. Aber das war so eine Zeit, wo keiner wusste, wohin geht diese Stadt diesmal.
 
Wann war Dir klar, dass Schauspieler fortan Dein Beruf sein wird?
1996 an der Volksbühne. Mein Fechtlehrer, den ich sehr verehre, hatte mich dahin empfohlen. Der kannte den Dramaturg Matthias Lilienthal, der sich immer hoffnungsvolle Debütanten nennen ließ. Ich war einer davon. Dann hatte ich ein Vorsprechen und bevor ich mein Diplom hatte, war ich schon im Festvertrag. Es ging gleich los, direkt mit 150 Prozent. Ich hatte in der ersten Spielzeit drei Stücke. Und nach zwei Spielzeiten 24 Vorstellungen im Monat. Ich „war“ die Volksbühne in dem Moment und es war einfach klar: Ich bin sowas von Schauspieler. Ob ich will oder nicht.
 
Du hast Dich mal als „darstellerischen Vielfraß" bezeichnet.
Ich mache keine Gefangenen. Ich spiele alles. Und nicht weil ich es kann, sondern weil ich es will. Ob ich es kann, stellt sich dann immer erst im Machen heraus. Aber ich kann nicht ertragen, eingeordnet zu werden. Ich bin zwar als sehr bürgerlicher Junge erzogen, aber eigentlich habe ich die Lust auf Anarchie. Ich akzeptiere nicht, dass jemand zu wissen glaubt, wie ich bin. Wenn ich so viel zu bieten habe, warum soll ich nur das Eine zeigen, in dem ich besonders gut bin? Mich interessiert einfach so viel. Uns ist sehr wenig Zeit beschieden auf dieser Welt und ich muss versuchen, so viel wie möglich zu machen. Worauf soll ich warten? Deswegen gefällt mir die BVG vielleicht auch so sehr. Weil ich da in Bewegung bleiben und umsteigen muss. Es darf keinen Stillstand geben für mich. Das Nächste, was kommt, ist das Wichtigste, was ich jemals gemacht habe. Das ist das Credo.
 
Und das gilt über alle Genres hinweg?
„Sketch History“, das leider nicht fortgesetzt wurde, vermisse ich maßlos, weil einfach ein Anteil fehlt in meinem Tun, der eine gewisse Anarchie bedient, dieses „Wir kacken mal gegen die Wand!“. Und da möchte ich gerne wörtlich zitiert werden: Ich kacke gerne gegen die Wand. (lacht) Der Humor der Monty-Python-Generation hat mich beflügelt, subversiv in alle die Dinge reinzugehen. Man muss sich selbst und alles infrage stellen mit seiner Ernsthaftigkeit. Und in der Umkehrung davon kommt man wieder zu den eigentlich wichtigen Dingen.
 
Auch „Pastewka“ geht Anfang 2020 zu Ende. 
Ja, auch das noch. Nach 15 Jahren.
 
War denn 2005 auch schon Dein Hang zur Anarchie der Grund, dort mitzumachen?
Anarchie-Begabte suchen sich ja. Also Anarchie-begabt nicht im Berliner Sinne von „Ich besetze Häuser“, das war mir fern und ist es mir heute noch. Sondern im Sinne von künstlerischer Anarchie. Im Wortsinn heißt Anarchie ja: sich nicht von etwas beherrschen zu lassen. Künstlerisch Unbeherrschte riechen sich. Und Anke Engelke hat mich gerochen und gesagt: Komm doch mal vorbei. So kam ich zu „Ladykracher“, sozusagen dem Urpunkt von „Wir kacken gegen die Wand. Und zwar, weil wir es richtig finden.“ Die Serie „Pastewka“ war nur die logische Fortführung davon. Wir haben uns bis zum Schluss eher als eine Art „Rumpelshow“ verstanden, wie es Bastian genannt hat und was eine nette Untertreibung war. Dass wir plötzlich so eine arrivierte Show wurden, das hat uns aber überrascht.
 
Dass sich da ein vertrauter Cast zusammengefunden hatte, hatte das auch dazu beigetragen, dass „Pastewka“ 15 Jahre überdauerte?
Der Caster hat sehr gute Leute zusammengewürfelt. Mit sehr viel Gespür und Intuition. Man merkte: Da sind Leute, die auch auf längere Sicht zusammenpassen. Mittlerweile ist ein engerer Freundeskreis draus geworden. Wir wissen, was wir einander haben.
 
Was ist Hagen, den Du spielst, für ein Typ?
Hagen ist einer, der vor allem durch das Außen beschleunigt wird, weil er eigentlich in sich ruht. Für den ist es das Größte, wenn alle auf Gut Bruck zusammenwohnen. Er ist das große Bindeglied in diesem Großfamilien-Gefüge. Er ist bewundernswert karriere-unbetont. Durch diese Trägheit hat er auch so eine Gelassenheit, die er nicht als erste Schicht außen zeigt, die ihm aber hilft, ein Vermittler zu sein.
 
Was kannst Du zur zehnten und letzten Staffel verraten?
Hagen muss sich noch einmal einer Revitalisierung seiner Beziehungen mit Frau Bruck auseinandersetzen, die er so nicht erwartet hätte. Mit Bastian hat er die klassische Streitform, mit einer Steigerung und Kulmination in einem Hoffest. Und alles hat ein Happy End. Man muss halt nur „happy“ nach seinem Gusto interpretieren.
 
Hat sich die Arbeit bei einem Streaming-Anbieter als Auftraggeber geändert?
Die Leute bei Amazon sind wirklich die größten „Pastewka“-Fans. Für uns war das ein Riesenvorteil. Bei Sat.1 dümpelte das eher so vor sich hin. Amazon hat „Pastewka“ da rausgeholt. Sie hatten die Generosität zu sagen: Macht doch, was ihr wollt. Es gab keinen Redakteur, der Fräulein Rottenmeier spielt und sagt: Nein, das können wir aber auf gar keinen Fall tun. Das ist man als Künstler ja nicht gewöhnt. Moment, was passiert denn jetzt, wenn ich machen darf, was ich machen will? Und dann probiert man sich aus, um den Leuten nochmal etwas Neues zu zeigen. Wir haben dadurch auch noch mal sehr unterschiedliche Staffeln gemacht. Die neunte Staffel wurde noch gar nicht gezeigt, da bestellte Amazon schon die zehnte, weil man ein großes Finale wollte. Die zehnte Staffel sollte das große Abschlussfest werden und das ist sie, glaube ich, auch geworden.
 
Was sind die Vorteile bei den Öffentlich-Rechtlichen, Deinen Hauptauftraggebern?
Auf der Haben-Seite ist dort, dass auch dort kreative Köpfe sind die Lust haben, Neues zu wagen oder Bewährtem eine neue Form zu geben, damit es bestehen kann. Es sind aber einfach sehr große Schiffe, die relativ unbeweglich sind. Aber es gibt durchaus gute Bemühungen und auch wirklich gute Inhalte dort. Wenn man sich mal schaut, was es alles in den Mediatheken gibt an Fiktion und Nicht-Fiktionalem, ist das schon sehr beeindruckend. Und wenn man sich mal anschaut, was es in anderen europäischen Ländern im Fernsehen zu sehen gibt - da gibt es ein selbstverpflichtendes Downgrading, das ist schon wirklich hart. Ich bin viel in Italien, das Fernsehen dort ist schon abgründig. Was das für ein niveauloses Niveau ist. Natürlich gibt es hier auch viel Quatsch, aber es gibt eben auch „Sketch History“ als Quatsch. Also ich bin da nicht hoffnungslos.
 
Wäre eine Serie wie „Professor T.“, in der Du die Hauptrolle spielst, ohne den Ansporn durch Streaming-Anbieter im ZDF überhaupt möglich gewesen?
Diese Konkurrenz belebt das Geschäft. Nicht mehr nur seriell zu denken was freitags kommt und was samstags, sondern Content zu schaffen, der beliebig abrufbar ist. Das bildet ja auch die Rezeption der Leute ab. Natürlich gibt es dann meine Eltern, die „Was ist denn diese Mediathek?“ fragen und ob man da irgendwie Mitglied sein muss. Aber es gibt eben auch Leute wie mich, die überhaupt nicht mehr Fernsehen gucken, die sich wirklich nur noch online die Sachen heraussuchen, die sie sehen wollen. Das finde ich völlig zulässig. Da sind die Sender gerade in einer großen Bewegung, sich neu zu positionieren, eben auch als Plattform.
 
„Professor T.“ ist eine Serie, auf die man sich einlassen muss. Sie konsumiert man nicht nebenbei weg.
Ich kenne keine andere Form der Begegnung als „Was ist denn das?“. Man muss ein bisschen einen Moment von Befremdung haben, um sich einer neuen Form anzunähern. Das war mit meiner absoluten Lieblingsserie „Simpsons“ so. Das war mit „Six Feet Under“ so, ich konnte gar nicht fassen, was die da machen so. So schlau und toll und offen. Diesen Moment braucht es. Im ZDF glauben einige, der Sender habe die Verpflichtung zu vermitteln: „Es ist alles gut. Du hast den Fernseher angemacht, es wird nicht so schlimm. Es ist alles ok. Du kannst weitergucken.“ Das will ich aber nicht. Eher: „Ich will und ich kann D“ir nicht sagen, wie es wird. Deswegen guckst Du ja. Ich werde Dir nicht sagen, wie Du es empfinden sollst, und ich werde es auch nicht absichern.“ Das finde ich als Zuschauer immer noch am spannendsten. Das dringt aber auch im ZDF oder ARD durch, da gibt es progressive Leute. Für “Professor T.“ bekomme viele positive Rückmeldungen dafür. Der große Tenor ist: Endlich. Endlich mal eine neue Erzählform.
 
In den USA soll man Serien bald in 1,5-facher Geschwindigkeit gucken können.
Ich sehe das auch bei Hörbüchern, die man in bis zu zweifacher Geschwindigkeit abspielen kann. Wo ist da das sinnliche Erlebnis dabei? Man kann dann ein Hörbuch als „done“ abhaken. Aber mehr ist da nicht. Gewisse Dinge brauchen eben Zeit zum Atmen. Bei Serien wie „T.“ geht es eigentlich die ganze Zeit nur um den Rhythmus, langsames und schnelles Tempo. Wenn man das alles überbügeln und schneller ablaufen lassen kann – das ist für mich der Beginn einer großen Traurigkeit.
 
Im Theater kann man als Zuschauer nicht die Geschwindigkeit erhöhen. Du hast früher viel Theater gespielt.
Mittlerweile aber schon einige Jahre nicht mehr. Ich stand sehr lange 50 Prozent auf der Bühne und 50 Prozent habe ich gedreht. Irgendwann war es durch die Größe der Rollen einfach nicht mehr zu leisten, als hermaphroditer Schauspieler unterwegs zu sein. Außerdem hatte ich eine so lange Zeit meines Lebens Theater gespielt, dass ich irgendwann dachte: Es ist gut jetzt.
 
Also lieber Film und Fernsehen.
Ich liebe das Live-Erlebnis sehr, weil wir in dem Moment auf der Bühne gemeinsam mit dem Zuschauer etwas erleben. Mir macht es aber gerade auch Spaß zu drehen. Das ist eine komplett andere Aufgabenstellung. Der Zuschauer muss spüren, dass man im Moment voll da ist, egal wann er ihn sieht. Und in einfacher oder 1,5-facher Geschwindigkeit. Das ist gerade das Feld, das mich am meisten interessiert. Interessante Geschichten zu erzählen und für den Zuschauer eine erlebbare Figur zu sein, mit der man sich identifizieren kann.
 
Dabei hilft Dir vermutlich Deine Theaterschule.
Ja, und immer mehr, das hätte ich gar nicht gedacht. Es ist im Grunde eine große Geschichtenerzähl-Stunde, was ich als Beruf nenne. Es geht immer um die Frage, wie man dem Zuschauer ein Erlebnis bieten kann durch einerseits die Präsenz, das Dasein, Fläche sein für Erleben, Identifikationsfigur sein für Erleben und andererseits die Geschichte, also Inhalt. Das zu verbinden interessiert mich gerade am meisten. Bei „T.“ hatte ich ja auch einen großen Gestaltungsspielraum in der Mitbestimmung und das hat mir unheimlich geholfen. Mich da so einzubringen, ist natürlich eine privilegierte Situation, das ist mir schon klar. Aber so macht mir das am meisten Spaß. Und deswegen bin ich jetzt sehr glücklich zu drehen. Und nicht zu spielen auf der Bühne. Kommt bestimmt wieder. Aber jetzt nicht.

Interview: David Rollik

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